»Löcher«

„Wenn, ja wenn, seufzt der Specht, die Rinde am Baum nur weicher wär’. Und unten lauert der graue Wolf, hungrig und einsam heult er zum Mond.“ Leitmotivisch durchzieht dieses Gedicht die Geschichte der Familie von Stanley Yelnats, die seit Generationen unter dem Fluch einer Fee zu leiden hat. Alles, was angepackt wird, geht schief! Die manchmal etwas verwirrende Geschichte mäandert auf verschlungenen (Video-)Pfaden über die Bühne, bis am Ende der Familien-Fluch aufgelöst und der „stinkfreie“ Turnschuh doch noch erfunden wird: „Es ist geschafft!“ Im Mittelpunkt ihrer collageartigen Szenenfolge der Giordano-Bruno-Gesamtschule Helmstedt steht das Erziehungscamp Green Lake, in dem wegen solcher Nichtigkeiten wie: „Ich war nachts auf dem Friedhof.“ oder: „Ich hab die Schule geschwänzt.“ die jugendlichen Straftäter, unter ihnen auch Stanley, zu verantwortungsvollem Handeln umerzogen werden sollen. „Du hast jeden Tag ein Loch zu graben, auch samstags und sonntags!“ – mit Plastikrohren wird diese Tätigkeit eindrucksvoll rhythmisch demonstriert. Trotz einiger Längen eine abwechslungsreiche Szenenfolge, in der es dem Ensemble gelingt, mit Projektionen, Tanz, Gesang und ausdrucksstarken Bildern eine z.T. dichte Atmosphäre zu schaffen.
Von Margrit Lang und Thomas Sander

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