»Die Liebe kommt, die Liebe geht«

Von Liebe, die über den Wolken wohnt und einfach nicht bleiben will
„Junge Leute brauchen Liebe“ – diese und andere Weisheiten rund um die Themen Liebesglück und Liebesleid haben die Sängerinnen und Sänger der Kabarett-AG Martino-Katharineum am Montag Abend in der Brunsviga mit starken Stimmen zum Ausdruck gebracht. In einer kurzweiligen Chanson- und Schlagerrevue wurden Höhen und Tiefen der Gefühlswelt unter der Leitung von Uschi Syring-Dargies und Dieter Dargies musikalisch ausgelotet. Und so konnte das Publikum mit dem gesanglich und darstellerisch starken Ensemble die verschiedenen emotionalen Stadien vieler Zweierbeziehungen durchleben: Die Liebe kommt... hier zunächst in unschuldigem Weiß und auf leisen Sohlen daher; über den Wolken hauchen sich Mann und Frau „You are so beautiful“ zu, bevor sie „Deine Wange an meine Wange“ legen. Mit Zartheit und Zögern, aber auch mit Streit, Humor und sogar mit K.O.-Schlägen geht es mit der Liebe bald weiter bis dann ihre schrillen Seiten „In der Bar zum Krokodil“ zum Vorschein kommen: Dort sind die Mädchen nämlich „nac-k-t“ und bei all dem „Tirili-Tirila“ wundert sich eine Stripteasetänzerin auch noch, dass sie immerzu beobachtet wird, während „Die Rinnsteinprinzessin“ sich am liebsten das „taube Gefühl von der Haut“ küssen lassen möchte. Bei so schrägen Gestalten erscheint im Rotlicht plötzlich alles überdreht und bunt, bevor dann schließlich Die Liebe geht..., und zwar in gedeckten Tönen am Bahnhof in Glücksburg: Hier trennt sich Erna Schmidt nämlich kurz und schmerzlos per „Abschiedsbrief“ und ist schnell umringt von anderen melancholischen Mädchen, die ihre „Sachliche Romanze“ betrauern. Und was bleibt , wenn „das Lied aus, die Melodie verklungen“ ist? – „Ein Echo nur von Liebe“ und: die Erkenntnis, dass die Liebe es zum Glück so hält wie die Züge auf dem Bahnhof: Sie kommt und sie geht...
Mit altbekannten und modernen Songs aus Film, Kabarett und Musical schafften es die jungen Sänger, Lieder von Friedrich Hollaender, Kurt Tucholsky, Rainer Bielefeld u.a. auf ihre ganz eigene Weise zu interpretieren – mal zart, mal stimmgewaltig - und nahmen das Publikum mit auf eine ebenso schwelgerische wie melancholische und dennoch hoffnungsvolle Bilder- und Klang-Reise durch die Stationen der Liebe.

Weitere Aufführungen: 09., 11. und 13.05., jeweils 19.00 Uhr im Martino-Katharineum.
Von Katharina Huke

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