»Das Zauberpferd«

Da hat das Nilpferd wohl einen gelassen
Eine unglaublich autoritäre Lehrerin verordnet ihren SchülerInnen Berge von Hausaufgaben, Klassenarbeiten und Tests – und mit jedem Protest werden es mehr. „In welchem Fach ist der Test?“ „Das werdet ihr schon sehen!“ Selbst die Schulklingel haut aggressiv ‘rein! Diese völlig überzogene Darstellung wird vom vergnügt glucksenden Publikum lustvoll-gegruselt genossen. Trost bringt der Hausaufgabensong nach der Melodie von Yellow Submarine: „Müssen blöde Hausaufgaben sein? Alle Kinder rufen laut: O nein!“
Szenenwechsel: Auch im Zoo ist das Leben kein Zuckerschlecken: Lieblos wird den Tieren von einem ignoranten Wärter das Futter hingeworfen. Bei einem Besuch der frustrierten Schulkinder im Zoo leuchtet dann aber Hoffnung am Horizont auf: Ein Zauberpferd erledigt im Nu die lästigen Hausaufgaben-Berge – im Gegenzug sollen die Kinder die Tiere aus dem Tiergefängnis befreien. Mit lautem „Hau-Ruck!“ des engagiert mitgehenden Publikums werden die Gehege geöffnet und die Tiere hauen ab.
Szenenwechsel: Nicht nur Hänsel und Gretel verirren sich im Wald, sondern auch Giraffen, Affen, Pferde und Nilpferd, als Schwergewicht immer das Schlusslicht der Mannschaft. Sie landen im Hexenhaus und müssen zur Strafe schwer schuften ohne dafür entlohnt zu werden. Im Eifer des Gefechts fällt das „klapprige“ Haus um: „Da hat das Nilpferd“ (das als „Hänsel-Ersatz“ einsitzt) „wohl einen abgelassen!“ Als die Hexe schläft, sehen die Tiere zu, so schnell wie möglich das Weite zu suchen.
Szenenwechsel: Auch die Kinder werden überführt und müssen zur Strafe schwer im Zoo schuften: Sie misten die stinkenden Ställe aus, und als die Tiere, wie versprochen, zurückkehren, ist das Happy-End mit musikalischer Unterstützung von Blockflöte, Gitarren und Gesang perfekt.
Man merkt den SchülerInnen der Theater AG der Grundschule am Kaisergarten aus Gittelde ihre Spielfreude und Konzentration an, doch an einigen Stellen bleiben die Tiere seltsam verhalten im Spiel – da hätte eine dramaturgische Zuspitzung vielleicht mehr „Schmiss“ in den Ablauf gebracht. Viel Applaus und zufriedene Gesichter bei den ZuschauerInnen.
Von Margrit Lang / Thomas Sander

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