»Hair«

Die Inszenierung des Braunschweiger Raabe-Gymnasiums gefällt als tolle Teamleistung. Flüssig die Bilderfolge, fast immer agiert ein großes Ensemble, Chor, Solisten, eine Tanzgruppe, eine sechsköpfige Band spielt live vor der Bühne, sehr solide unter Leitung von Klaus Rollwage.
Die Musiker sind ganz bieder gekleidet, im Gegensatz zu den Akteuren. Die machen mit obligatorischen Jimi-Hendrix-Perücken und in bunten Flittern schwer auf Hippie.
Peter Gottwald legt den Akzent seiner Regie auf die Musik und ihre Darstellung. Das ist gut gestaltet, vor allem das Tanzensemble beeindruckt durch professionell anmutende Choreografien im Video-Clip-Stil. Die stechen in ihrer neuzeitlichen Präzision allerdings etwas aus der Hippie-Anmutung heraus.
Deutlich ab fallen dagegen die gespielten Szenen. Die dramatischen Potenziale der Geschichte um den jungen Rekruten Claude, der kurz vor seiner Einberufung nach Vietnam in eine Hippie-Clique gerät, werden nicht ausgeschöpft, die Handlung nur angedeutet und abgespult. Bunt dekorierte Gesangs- und Tanzeinlagen dominieren. Die brutalen (Spiel)Filmszenen eines Hubschrauberangriffs auf ein vietnamesisches Dorf auf der Leinwand im Hintergrund wirken da aufgesetzt.
Davon ab: eine starke Ensembleleistung mit den Hauptdarstellern Felix Fink und Regina Vogel (Hippies) sowie Andreas Burau und Nora Fink als tragisch mit der Hippiewelt flirtendem Bürgerpärchen.
Von Florian Arnold

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