»In ihrem Alter sollte man solche Scherze lassen«

Mindestens zehn Personen stehen in einer Reihe auf der Bühne. Sie sind auf der Suche nach einem Namen. Ob dieser Name für eine Person bestimmt ist oder für einen Gegenstand, ist unklar. Jeder neue Vorschlag für einen Namen wird von der Gruppe geprüft und ….verworfen. Alles Quatsch!
Angelehnt an das Werk des russischen Schriftstellers Daniil Charms (eigentlich Daniil Iwanowitsch Juwatschow), inszenierte die Theatergruppe aus Göttingen eine Collage auf darstellerisch hohem Niveau. Es sind die stark reduzierten Alltagsszenen, die den Zuschauer fesseln und ihn geradezu zwingen, dem Geschehen auf der Bühne einen (seinen individuellen) Sinn zu geben. Fehlende logische Verknüpfungen, sinnlos wirkende Wiederholungen - keine leichte Kost, die Claus Schlegel als Spielleiter mit seiner Gruppe auf die Bühne bringt. Die schauspielerische Leistung der Darsteller sorgt dafür, dass das Publikum sich nie entspannt in die Stühle fallen lassen kann: Es wird vom ersten bis zum letzten Augenblick gefordert. Besonders hervorzuheben ist zudem die reduzierte Requisite: 11 Stühle und ein Holzbrett werden variantenreich bespielt - mal Nachtlager, mal Graben, mal Spiegel, mal Tisch… es war eine große Freude und Herausforderung, diese Inszenierung zu sehen. Heftiger Beifall im LOT Theater in Braunschweig.
Von Jens Wolter

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