»Gebrandmarkt«

Eine Gruppe von Mädchen, jedes einzelne traumatisiert durch die Wirren des 30jährigen Krieges, nimmt den Kampf um das nackte Überleben auf, zerfällt zunehmend, als ihre Jüngste entführt wird, findet aber zu deren Rettung wieder zusammen, um letztlich mit ansehen zu müssen, wie sie ermordet wird.

So weit die Handlung in Kurzform - von einer der Darstellerinnen geschrieben, um dann von der Gruppe, der Theater-AG der Klassen 9 bis 11 des Wilhelm-Gymnasiums Braunschweig, und ihrer Spielleiterin zu einem komplexen und vielschichtigen Handlungsgefüge weiter entwickelt zu werden, das seine Ernsthaftigkeit und Spannung bis zum tragischen Ende beibehält. Die Rollen haben sich die Schülerinnen und Schüler über Rollenbiografien und Rollenmonologe auf den Leib geschrieben, und sie bringen ihre Figuren präsent, glaubwürdig und authentisch trotz des großen zeitlichen Abstands auf die Bühne. Die Vielzahl der Handlungsebenen und -orte wird nicht allein durch Lichtwechsel markiert, sondern auch zwei Schattenspielszenen tragen zur gelungenen Dramaturgie des Stückes bei. Eine insgesamt atmosphärisch dichte und gelungene Inszenierung.
Von Thomas Sander

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