»Glaube und Hoffnung«

Innovation und frische freche Ansätze finden sich zumindest im Titel. Die Trias Glaube, Liebe und Hoffnung des Originals von Ödön von Horvath wird aufgespalten. Sie werfen die Liebe raus, warum nur?
Ich weiß es nicht. Zu keinem Zeitpunkt wird mir klar, worauf es hier hinausläuft. Weder Glaube, noch Hoffnung, geschweige denn Liebe kann ich finden, auch der im Untertitel versprochene Totentanz wird mir vorenthalten.
Dabei fängt das Stück der Raabeschüler aus Braunschweig recht vielversprechend an. Der Totenmarsch eröffnet das Spiel, als auf der Bühne im Scheinwerferlicht eine derbe Rothaarige mit explodierter Lockenpracht zu erblicken ist. Langsam, ängstlich und voller Demut schleicht ein weiteres, ärmlich gekleidetes und sehr zerbrechliches Mädchen die Stufen vom Zuschauerraum zur Bühne herab. Die Trauer erfüllt den Raum, sie ist greifbar.
Doch genau wie für das junge Mädchen, so geht es auch mit dem Stück steil bergab. Obwohl die Handlung von polarisierenden Ansätzen und Themen mit sozialem Zündstoff nur so strotzt, schafft es Imke Kügler nicht, die Gruppe zu einem glaubhaften Spiel zu führen.
Von Christian Seyfried

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