»Lysistrata«

Der Krieg zerstört die Liebe – und zwar jede! Selbst wenn sie noch so zärtlich begonnen hat, irgendwann kann sie dem Alltag nicht mehr standhalten und sie weicht der Aggression. Die Frauen sind es, die dies nicht mehr ertragen und sie schwören schweren Herzens, die Männer mit Liebesentzug zur Räson zu bringen. Dass dies nicht so leicht ist, wie gedacht, zeigte der Kurs Darstellendes Spiel des THG Göttingen in seiner beschwingten Adaption des Dramas Lysistrata. Nur Textfragmente des Originals waren wiederzufinden, stattdessen boten die 12-Klässler gut choreografierte Gruppenszenen und eindrucksvolle Bilder an. Besonders stark der getanzte Dialog eines Paares, das unter der erzwungenen Trennung leidet, in Versuchung gerät und doch nicht zueinander kommt. Oder die Ansammlung der frustrierten Männer, die dem Publikum vorführt, welche Möglichkeiten es gibt, auch ohne Frau ein Mann zu sein. Der Grat zur Persiflage war hier allerdings recht schmal, verstärkt wurde dieser Eindruck zunächst durch das schnelle Happyend mit „All you need is love“ und großer Versöhnung. Ein zweiter Schluss brach diesen Eindruck und ließ nachdenklich werden – gut! Langanhaltender und verdienter Applaus.
Von Katrin Unger

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