»SPRACHGEWAND(T)«

Lass mich hören, wie du sprichst und ich sag dir wer du bist
„Am Anfang war das Wort…“ Doch ein Wort ist nicht einfach nur ein Wort. Es kann unzählige Übersetzungen und Bedeutungen haben und manchmal auch zum Jonglierball des Sprechers werden und dadurch mächtig verwirren. Dies zeigen die Schülerinnen und Schüler des Kurses Darstellendes Spiel Q2 der Ricarda-Huch-Schule in ihrer Sprachcollage „Sprachgewand(t)“.
Im Wechsel von starken und dynamischen Bildern aller Spieler und Szenen Einzelner wird deutlich, dass Verständigung nicht nur zwischen Mann und Frau zu Irritation führen kann, sondern dass dieses Problem schon früh mit dem Turmbau zu Babel begann und englische Werbeslogans und das Internet Kommunikation nicht unbedingt erleichtern.
Das Stück überzeugt mit amüsanter Situationskomik und ausgefeilten Wortspielen. Am Schluss findet dieses erfrischende Augenzwinkern jedoch ein abruptes Ende. Der fortlaufende „Verfall“ der deutschen Sprache durch Anglizismen und fremde Kulturen wird durch einen harten Kampf thematisiert. Ein Abschluss, der komplett aus dem vorherigen dramaturgischen Konzept fällt.
Ein Kontrast bildet sich auch aus dem einnehmenden Gruppenchoreographien und dem manches Mal unbeholfenen Darstellungen in Paaren oder Trios. Die Spielerinnen und Spieler wirken hierbei unsicher und die Sprache verliert an Deutlichkeit, was einiges an Wortakrobatik untergehen lässt. Die gesamte Gruppe als starkes Bindeglied einzelner Szenen hätte mehr zum Einsatz kommen können.
Von Agnetha Jaunich

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