»Puppenspiel«

... aber warum Ionesco?
Die Theater-AG der Gaußschule präsentiert sich mit ihrem Stück „Puppenspiel“, ausgehend von Ionescos „Die Unterrichtsstunde“, als eine eingespielte Truppe, die Schultheater auf hohem Niveau bietet. Geschickt wird die Raumbühne genutzt, die gleich zu Beginn als boxringartiger Kampfplatz abgesteckt wird, in dem sich LehrerInnen und SchülerInnen – Letztere von Beginn an klar unterlegen – als Kontrahenten begegnen.
Überzeugend wirkt der Übergang der zumeist sehr geschickt besetzten Lehrerfiguren – sowohl in der Abfolge ihrer Szenen als auch im späteren hydraartigen Zusammenschluss – in ihrer Interaktion mit der Schülergruppe.
Der größte Verdienst von Schauspielern und Inszenierung ist jedoch, dass gezeigt wird, dass auch dialogbestimmtes Theater immer hauptsächlich Spiel sein muss und auch sein kann, was die Jugendlichen mit mutigem und wirkungsvollem Körpereinsatz in verschiedenen Konstellationen beweisen.
Doch ein paar Fragen bleiben offen: Warum hat die Gruppe dieses Stück als Vorlage für sich gewählt? Nehmen die Schüler Unterricht heute immer noch entsprechend greulich wahr? Sehen sie sich als derart hilflos ausgelieferte Opfer? Dies ist kaum vorstellbar.
So wünscht man sich für das nächste Jahr einen zeitgemäßeren Inhalt, mit dem die großartigen darstellerischen Fähigkeiten des Ensembles jeden im Publikum werden mitreißen können.
Von Claudia Kraujuttis

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