»Make love not war«

…auch mit fehlendem Feingefühl - aber viel Witz?
Wenige humorvolle Szenen des Stückes entsprangen hier der szenischen Gestaltung und viele dem Text. Trotzdem hatte die Interpretation von „Lysistrata“ Schwung im Spiel. Jedoch beruhte dieser Schwung weniger auf dem Schauspiel, als auf der authentischen Darstellung mehrerer persönlicher Schülercharaktere auf der Bühne. So entscheidet „Lysistrata“ – wie allgemein bekannt – zusammen mit ihren Mitstreiterinnen aus Athen und Sparta, sich den Männern zu verweigern, bis diese miteinander Frieden schließen. Eine Geschichte, die auch schon in zahlreichen Comics überspitzt dargestellt wurde. Bemerkenswert war in der Aufführung allerdings ein unglaublich lässiges Orakel von Delphi, dessen Surferoutfit sich in der dargestellten Antike nicht ganz enträtselt und eine amüsante Playboy-fast-Striptease-Show, deren musikalische Untermalung tatsächlich auch Feingefühl besaß. Dieses Vorkommnis kann man der Stimmigkeit einzelner Szenen und anderen theatralen Momenten wie zum Beispiel der Bebilderung jedoch keineswegs nachsagen. Diese Zerrissenheit zog sich leider fast gänzlich durch das Stück der 10. Klassen CJD Christopherusschule.
Von Lina Gudd

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