»...und dann hängten sie Viktor auf!«

Mobbing, Nerds und Außenseiter
„Und dann hängten sie Viktor auf“
So titelte die Zeit am 1993 und nahm Bezug auf einen besonders heftigen Fall von Mobbing und Gewalt in der Schule.
Mit dieser Großthematik um Mobbing, „Opfer“, Außenseiterdasein und Selektionen im sensiblen und hierarchischen Sozialgefüge Schule/Schulhof setzten sich Spielleiter Claus Schlegel und die Schüler/innen des THG aus Göttingen auseinander.
Während auf der Bühne geschickt mit Klischees und Jugendsprache gespielt wurde, schlüpften mehrere Schüler/innen in Außenseiterrollen und beleuchteten mit großer Spielfreude die Spannungen zwischen den „Coolen“, mit denen jeder befreundet sein möchte, und den Außenseitern – die Spannungen gingen dabei von Ersteren gegen Zweitere aus.
Neben dem Anriss um die reale Geschichte Victor, entdeckten die Schüler/innen das Thema Nerds als Außenseiterfigur und deren Hang zur Abkapselung aus dem „real life“ und dem übermäßigen Internet- und Computerkonsum für sich.
Nahtlose Übergänge führten zu kreativen Szenen, die allesamt mit „Games“ zu tun hatten und zeigten die Nerds in ihrer Rolle als Opfer im sozialen Umgang.
Dabei wurde leider ein bisschen zu viel persifliert anstatt hinterfragt und bei allem Witz verlor sich ebenfalls ein bisschen die Ernsthaftigkeit – der guten Stimmung im Publikum tat das jedenfalls keinen Abbruch und spätestens als am Ende die Gruppe als Kollektiv auf der Bühne stand, gab es keine Sonder- oder Außenseiterrolle mehr. Berechtigter und langhaltender Applaus für diese Eigenproduktion.
Von Maximilian Burkhardt

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