»Ich war. Ich bin. Ich werde.«

Ich - das postmoderne Subjekt
Desorientierung, Ratlosigkeit, Konformitätsdruck. Oft nebensächlich wirkende Rückschläge akkumulieren und manifestieren sich in einer Krise, welche die jungen Erwachsenen auf ihrer Suche nach Identität wie ein Stigma begleitet. Wer bin ich? Was mache ich aus meinem Leben? Was bringt mir die Zukunft? Was, wie, wohin?
In einer Kooperation der Kurse Darstellendes Spiel und Musik des 10. Jahrgangs der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule entstand unter der Leitung von Stefan Mende und Maike Paffrath diese tiefgründige Inszenierung. Insbesondere das Leitmotiv der Adoleszenzkrise wurde von den Darstellern durch selbst verfasste Dialoge und Songtexte in beeindruckender Weise szenisch umgesetzt. Mit sichtbarer Spielfreude und einem gesunden Maß an Selbstironie gelang es den Kursen, die für die Adoleszenz oftmals charakteristische Identitätssuche nicht als erdrückende, demotivierende Erfahrung darzustellen, sondern als ein vitales, progressives Empfinden.
Es waren insbesondere die Momentaufnahmen, die sowohl für sich als Fragment als auch in ihrer Zusammensetzung und Gesamtheit wirkten. Das Alltägliche, das oftmals belanglos Erscheinende, rückte in den Mittelpunkt der Inszenierung. Das minimalistisch gestaltete Bühnenbild und die Band im Hintergrund lenkten die Aufmerksamkeit auf die Krise des Einzelnen, jeder wirkte für sich sowohl als Individuum als auch im Kollektiv. Es waren jene Krisen, aus dem Leben gegriffen, die mit der musikalischen Unterlegung zu einer Collage des Seins, des Vergangenen und des Werdens verschmolzen.
Von Jan Fischer

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