»Traum Gestalten«

Mit Traumgestalten einen Traum gestalten
Schon als man den Saal betrat, war aufgrund der fast nicht vorhanden Bühnenrequisiten klar, dass es sich bei dem Stück „Traum Gestalten“ nicht um ein konventionelles Stück mit einem stringenten roten Faden handelte. Mit dieser Erwartung ging ich aber auch gar nicht in das Stück, da die Beschreibung auf etwas Ungewöhnliches schließen ließ - und genau da war die Neugier in mir geweckt worden. Was erwartete mich also? Ein wirres Licht- und Tonspiel? Eine spirituelle Erleuchtung oder gar vielleicht mein persönlicher „Bicycle Day“?
Die Spieler der IGS Querum unter der Spielleitung von Jürgen Osterloh verzichteten bis auf ein einsames Pflänzchen gänzlich auf Bühnenausstattung, aber boten dafür eine Liveband auf, die es besonders zu loben gilt. Die Musik war es nämlich, die den Zuschauer in seine eigene Traum- und Gedankenwelt entführen sollte, während die Spieler helfen sollten die Sinne weiter zu vernebeln. Doch aufgrund der Tatsache, dass ich mich als Rezensent auf das gesamte Stück und dessen Konzept konzentrieren musste, konnte ich mich nicht einfach meiner Phantasie hingeben. Deshalb konnte das Zusammenspiel bei mir nicht seine volle Wirkung entfalten - aber daran trägt das Stück ja keine Schuld, sondern mein Professor.
Für einige Momente ließ es sich dennoch nicht vermeiden, dass ich in meine eigene Welt abdriftete, was vor allem an der wirklich guten Performance der Band lag, die mit der Songkreation bzw. Songauswahl eine nahezu hypnotische Wirkung erzeugen konnte. Das lässt dann auch den ein oder anderen „Verspieler“ oder Taktfehler, der nun mal ab und zu vorkommen kann, verzeihen. Die Spieler verkörperten die Traumgestalten und halfen den Zuschauer ihren Traum zu gestalten, wobei ich mich dabei eher darauf konzentrieren musste, was genau dort verkörpert werden sollte und somit die Intention der Darstellungsweise erst zum Schluss gecheckt hab.
Alles in allem ein Stück, das den Zuschauer sicherlich entführen konnte, wenn man sich denn darauf einlassen konnte und somit auch ohne viel „Tamtam“ und aufgemotzte Bühnenshow auskam.
Meine Erwartungen wurden erfüllt, jedoch bin ich auch ein Mensch, den man selbst als Träumer bezeichnen kann und somit konnte ich auch einen besonders guten Zugang dazu finden, auch wenn es schade ist, dass ich aufgrund meiner Aufgabe nicht komplett in meine eigene Welt abdriften konnte.
Von Marc Schmidt

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