»Eröffnung« & »Wie das kam, weiß ich nicht«

Nicht in diesem Ton, Fräulein!
„Wie ich bin, will ich sein – nicht wie ihr mich wollt!“ Sechsundzwanzig Augenpaare sind auf das Publikum gerichtet, klar, direkt und unverkleidet. Es ist das Schlussbild einer Reise, von der Wiege bis zur Disko, auf der wir die Schüler/innen der 9. Klasse mit des THG Wolfenbüttel begleiten dürfen. Während im Hintergrund Kinderfotos projiziert werden, wird von der Zahnfee berichtet, vom Tod des Wellensittichs und vom ersten Liebesbrief, dann die erste Fünf in Mathe, „Marcel, mein neuer Freund“ und die peinliche Mutter, die Hausarrest verhängt. Was und wer sind die „richtigen Freunde“? Hast du schon mal Drogen genommen? Es geht um Identifikation und der Suche nach sich selbst. Strukturiert ist die biografische Szenencollage durch kurze Bewegungschoreografien, die zwar noch Raum für Experimetierfreudigkeit ließen, aber dennoch Abwechselung und Form in die amüsanten aber teilweise aufgesagten Anekdoten bringen.
Besonders schön sind die knackigen Mutter/Teeny Dialoge, da sie direkt aus dem Leben der Schüler gegriffen zu sein scheinen. Margrit Lang beweist, dass es sich lohnt ohne Stückvorlage, ohne lästige Requisiten und aufwändiges Bühnenbild, sondern nur mit den Biografien und Geschichten der Schüler zu arbeiten - denn entstanden ist ein amüsantes und berührendes Stück über sechsundzwanzig Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsen werden.
Von Carla vom Hoff

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