»Die vier Jahreszeiten – Betrachtungen des Jahreskreislaufes der Natur«

Dynamischer Herbst bringt Tempo
Was macht die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter aus? Dieser Frage gingen die Klassen 3a und 3b der Brüder-Grimm-Grundschule Göttingen in Form einer Szenencollage auf den Grund. Untermalt von der Musik Vivaldis und mit Texten und Passagen aus bekannten Gedichten versuchten sie darauf Antworten zu finden. Leider ist ihnen das nicht vollkommen gelungen. Das lag zum einen daran, dass sowohl die Musik als auch das spannende Bühnenbild, bestehend aus fünf Baumstümpfen, hier nur als Beiwerk fungierten aber nicht wirklich effektiv genutzt wurden. Die Darstellung der Kinder zeichnete sich durch eine natürliche Spiellust, Energie und ein freudiges und leichtes Miteinander in der Gruppe aus. Jedoch war zu erkennen, dass sich die Spielleitung auf ein festes unzureichendes Konzept versteift hatte, denen die Darsteller genügen wollten. Dadurch gab es keine Möglichkeit einen Freiraum entstehen zu lassen, der die persönlichen Ausdrucksmöglichkeiten der einzelnen Darsteller zum Vorschein hätte bringen können. Stattdessen wiederholten sich viele Bilder, und eine gleich bleibende Dynamik führte dazu, dass der Spannungsbogen im Publikum merklich nachließ. Da stach einzig der Herbst mit seinem schnelleren Tempo, bunten Blättern und der choreografischen Umsetzung von Fontanes Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ als willkommene Abwechslung hervor. Es wäre interessant für das Publikum zu erfahren, was denn die verschiedenen Jahreszeiten für die Schülerinnen und Schüler persönlich ausmacht.
Von Susanne Rosenbohm

Kommentare

04.06.2013 18:10 Gabriele Prang
Mir scheint, als ob Frau Susanne Rosenbohm das Stuck gar nicht gesehen hat. Vermutungen, wie die Spielleiter angeblich den Kindern etwas übergestülpt hätten, hätten komplett weggelassen werden können, wenn Frau Rosenbohm mit den Kindern und SpielleiterInnen gesprochen hätte. Denn was sie diesbezüglich geschrieben hat ist schlichtweg falsch. Leider wurde die großartige künstlerische Leistung von 8-9jährigen Kindern nicht gesehen.Zu Ihrer Information haben sich die Kinder ein ganzes Jahr lang mit den Vier Jahreszeiten und der Natur beschäftigt. Die Gedichte wurden von den Kindern selbst ausgewählt und die Art sie in Szene zu setzen von ihnen selbst entwickelt. Wer genau und sensibel aufgepasst hat, hat gemerkt, wie vertieft die Kinder in ihre Texte waren und wie authentisch sie diese dargestellt haben. Es war sehr wohl zu erkennen, welche persönlichen Erfahrungen die Kinder mit den Vier Jahreszeiten haben. Vielleicht fehlte Frau Rosenbohm der Klamauk? Aber genau das wollten die Kinder nicht zeigen. Zum Glück haben die Kinder von sehr vielen anderen Zuschauern, das Stück wurde mehrere Male an anderer Stelle aufgeführt, den nötigen Respekt und die angemessene positive Rückmeldung erhalten.
Es sollte einmal darüber nachgedacht werden, was mit den Braunschweiger Schultheatertagen bezweckt wird. Soll den Kindern der Spaß am Theaterspielen verdorben werden?

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