»Hexe Backa Racka«

Hexorali Metaphoru!
Eine Hexe, ein Polizist, viele Raben, Köche, Ärzte, Schornsteinfeger, ein Wurstverkäufer, der stärkste Mann der Welt und viele mehr stehen in ihren schönen, bunten Kostümen auf der Bühne und begrüßen durch ein sympathisches Lied.
Es folgt der Auftritt der Hexe Backa Racka, der im Traum eine richtige Hexe begegnet ist, die ihr einen Zauberspruch verraten hat, der ihr alles ermöglicht. Doch wie ging der noch mal gleich? Mit der Hilfe ihrer beiden Raben findet sie ihn schnell: Hexorali Metaphoru!
Kaum hat sie ihre Zauberkräfte erlangt und kann fliegen trifft sie auf das erste Hindernis. Ein Polizist, mit schön klarer, lauter Stimme hält sie an und will ihre Papiere sehen. Diese hat sie natürlich nicht. Sie sei eine Hexe, dies ihr Besen und ihre Adresse nennt sie ihm auch. Dem Polizisten kommt das Ganze jedoch komisch vor. Hexen? Die gibt es nicht. Fliegende Besen? Da muss es einen versteckten Motor geben und überhaupt klingt auch ihre Adresse nicht glaubwürdig. Er beschlagnahmt den Besen und lässt ihn untersuchen. Kein Motor ist zu finden. Für ihn ist damit klar: In der Hexe Backa Racka selber muss ein Motor sein! Sie wird daraufhin zu einem Arzt geschickt, damit dieser sie durchleuchtet. Die Zeit im Wartezimmer vertreibt sie sich mit der Heilung von Kranken, schließlich kann sie ja zaubern. Das gesungene "Hexorali Metaphoru" heilt gebrochene Arme und laufende Nasen. Überhaupt bleibt der Spruch, wie ein Ohrwurm, im Gehör, der jedes Mal, wenn die Hexe Backa Racka zaubert, von dem sehr konzentrierten und fröhlichen Kinderchor gesungen wird. Auch in der Arztpraxis ist nichts weiter zu entdecken, als das, was der Zuschauer eh schon längst weiß: Diese Hexe hat das Herz auf dem, im wahrsten Sinne des Wortes, rechten Fleck. Nun steht ihr nichts mehr im Wege, um Schabernack zu treiben. Auf dem Markt verhext sie die Würste des Wurstverkäufers so, dass sie niemals enden und einem Jungen (sehr passend hier das viel zu große Hemd) hilft sie den stärksten Mann der Welt zu besiegen. Backa Racka tut niemanden etwas Böses, wird schnell klar. Die Dorfoberhäupter sind jedoch beunruhigt und das Haus der armen Hexe wird in die Luft gesprengt. Diese sehen ein einen Fehler gemacht zu haben und entschuldigen sich. Doch, o Schreck, die Hexe hat ihren Zauberspruch vergessen, die Raben ihre Stimmen und die Frage, wer denn nun schnell das Haus wieder aufbaut liegt in der Luft. Dass hier überhaupt jemand etwas vergisst ist kaum zu glauben. Ein großes Lob geht an die Spielerinnen und Spieler, die teilweise wirklich viel Text behalten und klar und deutlich auf der Bühne gesprochen haben. So ist es also auch nicht verwunderlich, dass auch die kleine Hexe ihren Zauberspruch bald wiederfindet, den Raben ihre Stimmen wiedergibt und ihr Haus wieder aufbauen kann. "Die Hexe Backa Racka kommt auch bald zu dir" singt der Chor zum Schluss und die Freude, die die Kinder bei der Aufführung haben ist ihnen, nicht nur in dieser Szene, im Gesicht abzulesen. Wenn auch der Text vom Rand mitgesprochen wird und die Spieler sich gegenseitig anstubsen, wenn man sich einmal angelehnt hat…oder nicht aufgepasst wird, hat die Spielleitung hier einiges richtig gemacht.
Thomas Gottschlich hat das Stück "Hexe Backa Racka" von Werner Schrader, mit Musik von Heinz Lemmermann, sehr kindgerecht auf die Bühne gebracht. Besonders in den musikalischen Teilen, die schön gesungen wurden, merkt man dem Chor der 3. und 4. Klasse der Grundschule Adenbüttel an: Wir haben Spaß an unserem Stück und sind engagiert und motiviert an der Sache. Mit dem Eindruck kann man nur sagen: Alles richtig gemacht.
Von Jana Böttjer

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