»Der gestiefelte Kater«

Zankende Rebhühner und Kater mit roten Stiefeln
Die Zuschauerplätze im Kleinen Haus des Staatstheater Braunschweigs sind voll besetzt, als das Musical „Der gestiefelte Kater“ von der Karl-Söhle-Schule Hankensbüttel angekündigt wird. Das schöne und facettenreiche Bühnenbild, welches aus einer Mühle, einem Schloss und zwei Bäumen besteht, wurde von den Schülerinnen selbst gemalt. Die Aufführung beginnt mit einem motivierenden Auftaktlied. Alle Darsteller sind in Aktion und bewegen sich in der erprobten Choreografie. „Vater ist tot, wer gibt uns nun Brot?“ fragen sich die drei Müllersöhne und so bekommt jeder der Drei ein Geschenk vom Notar. Der Jüngste bekommt einen Kater, dem er anfangs das Fell abziehen und einem Schuh aus ihm machen möchte. Doch während des Musicals macht der Kater den Müllersohn zum König Mühlenberg. Auf dem Weg dorthin begegnen ihm wundervoll geschminkte und mit liebevollen Kostümen bekleidete Rebhühner, die über ihre Fettleibigkeit und ihre Zellulitis zanken, ein mürrischer König, dem der Rebhuhnbraten wichtiger ist, als seine zwei liebreizenden Töchter, Schuster, die eine neue Schuhkollektion für Tiere entwerfen wollen, ein böser Zauberer, der sich sogar in Elefanten und Mäuse verwandeln kann, zwei Zwillingstürsteher, die auch im Stehen schlafen können, ein begabter französischer Koch, dessen Fähigkeit vom König nicht angesehen wird, da er nur Rebhuhn essen möchte, Grenzschützen, Förster und Bauern. Das wundervolle Kindermusical endet mit einem Happy End, nachdem die Müllersöhne mehr oder weniger spontan die Prinzessinnen heiraten.
Die Theater AG der 4. Klasse unter Spielleitung von Anne Lange und Claudia Kasprzyck hat mit dem gestiefelten Kater eine herausragende Aufführung auf die Beine gestellt, für die sie schon seit dem Herbst intensiv geprobt haben. Dass hier zwei Powerfrauen am Werk waren, wird auch in der Spielfreude und der Treffsicherheit der Töne beim Singen der Darsteller deutlich. Das Team, bestehend aus einer erfahrenen Theatermacherin und einer Musiklehrerin, hat mit „Der gestiefelte Kater“ eine super Grundlage gewählt. Die kindgerechte Musik wird von zarten Kinderstimmen begleitet, während das ganze Haus mitklatscht. Mehrfacher Szenenapplaus zeigt, dass das Publikum von Anfang bis Ende begeistert ist. Die Rollen wurden per Wunschzettel der Schülerinnen vergeben, sodass jeder mit seiner Rolle zufrieden ist. Der Umgang mit den Hauptrollen wurde durch eine Doppelbesetzung des Katers und des jüngsten Müllersohns intelligent gelöst. Alles im Allem war es eine sehr professionelle Arbeit, die die 45. Schultheaterwoche in Braunschweig sehr bereichert hat.
Von Rike Breier

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