»Süßes Stück«

Ein Gaumenschmaus für das Publikum
Naschereien; Wer liebt sie nicht? Schokolade. Gummibären. Lakritze. Knabbern, lutschen, kosten, probieren. Wir lieben sie alle. Aber warum lieben wir das Naschen so sehr? Warum können wir Schokolade nicht widerstehen? Ganz einfach: Süßes macht glücklich und löst Glücksgefühle in uns aus.
Auf diese Frage geht der Darstellendes Spiel Kurs des 12. Jahrgangs des Gymnasiums im Schloss Wolfenbüttel mit seiner selbstverfassten, komischen und überzeugten Collagen-Inszenierung ein. Unter der Leitung von Christian Krüger, Sophie Gittermann, Frederik Günther und Matthias Wybranietz zeigen die 10 Akteure ein biografisch-dokumentarisches Theater und ziehen die Zuschauer mit Witz und angehauchter Ironie beim Spielen in ein süßes Stück. Die Thematik ist spaßig und interessant zugleich. Die Gruppe hat sich forschend mit dem Genuss von Süßigkeiten auseinandergesetzt und in eine selbstverfasste Inszenierung auf die Bühne gebracht. Die Schülerinnen und Schüler thematisieren ihre Anführung des Forschungsstückes temporeich zwischen Humor, Ironie und Ernsthaftigkeit. Durch diverse Spielformate ziehen die Darsteller das Publikum durch das Stück und berichten immer wieder über ihre persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen an die süße Kindheit. Schon im Auftakt lässt die Gruppe das Publikum wohlfühlen und naschen, indem eine Schülerin Haribo Weichgummi durch die Reihen gehen lässt. Dadurch werden die Zuschauer schnell in den Bann der gemütlichen Atmosphäre gezogen.
Eine faszinierende Leistung, nicht nur durch die Energie, die jeder einzelne Akteur auf der Bühne zeigt, sondern auch die leidenschaftliche Spielfreude jedes Einzelnen hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei den Zuschauern. Es wird gesungen, es wird getanzt. Beeindruckend sind dabei die Nutzung von theatralen Mitteln wie das Neonlicht und die Lichteffekte, das überragende bunte Bühnenbild, die tänzerischen Einlagen mit Musik und selbstkreierte Rhythmen, sowie die ästhetisch ansprechenden Kostüme in Form von Süßigkeiten (Überraschungseier, Mars, Sahnetörtchen, etc.) und vor allem das chorische Sprechen. Zwar sind die Übergänge der einzelnen Szenencollagen relativ abgeschnitten und meist nicht fließend, dennoch bricht es nicht den Spannungsbogen, der durchgängig während des Stücks gehalten wird. Mit tobendem Applaus bei der Verbeugung wird das Stück beendet, eine wirklich großartige Leistung des Kurses des 12. Jahrgangs. Ich wünsche Euch viel Erfolg beim „Schultheater der Länder 2015″ in Dresden. Jetzt erstmal was Süßes naschen!
Von Saliha Yurteri

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