»Tuishi pamoja«

Ich kenne Dich nicht, Du bist anders als ich!
Sind Streifen oder Punkte schöner? Zebras oder Giraffen? Eine durchaus wichtige Frage für das Giraffenkind Raffi;, und auch das Zebrakind Zea fragt sich, was an Giraffen so anders sein soll.
Unter der Sonne Afrikas erzählen 40 SpielerInnen unter der Leitung von Thomas Gottschlich die Geschichte der verfeindeten Tiere. Bei dieser sonnigen Kulisse und den tollen Kostümen der SpielerInnen gerät man direkt ins Schwitzen. Beeindruckend zu sehen war die präzise Ausübung der Tierbewegungen, die die SpielerInnen auf der Bühne zeigten. Selten sieht man so niedliche Erdmännchen und langhalsige Giraffen. Auch die Geschichte überzeugte! So freundeten sich Raffi; und Zea im Laufe des Stückes an und machten ihren Eltern und Herden klar, dass es egal ist, ob man Punkte oder Streifen hat, man muss sich eben nur einmal richtig kennenlernen.
Besonders schön war auch die musikalische Untermalung des Stückes. So sangen einem 40 freudestrahlende Kinder entgegen. „Punkte? Streifen? Das ist uns doch egal!“ Ein großes Lob muss man vor allem den SpielerInnen aussprechen, die keine Sprechrolle hatten und die ganze Zeit auf den Podesten um das Spielgeschehen standen. Sie sangen und tanzten als Chor mit Freude mit und hielten während des gesamten Stückes die Konzentration. Schade, dass sie nicht noch auf eine andere Weise eingebunden werden konnten. Auch die Hauptrollen im Stück glänzten durch ein sehr selbstsicheres Auftreten, Spielfreude und eine beeindruckende Textsicherheit. Die Ankündigung des Spielleiters, dass die Rolle Raffi;s von zwei Spielerinnen
dargestellt werde, wäre hier gar nicht nötig gewesen, da es für die Darstellung nicht von großer Bedeutung war.
So wurde man 40 Minuten in die Savanne Afrikas entführt und musste feststellen, dass die Geschichte des Stückes „Tuishi pamoja“ gar nicht so weit von unserer Realität entfernt ist. Hier konnten nicht nur Kinder etwas über Freundschaft, Toleranz und Vorurteile lernen: Ein Stück mit Mehrwert. Auch das Publikum, das sich nahezu ausschließlich aus Kindern zusammensetzte, schien fasziniert von der Geschichte und der Spielweise der SpielerInnen und würdigte diese mit konzentriertem Zuschauen und kräftigem Applaus am Ende des Stückes.
Von Sophie Gittermann

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