»Locked in«

Nirgendwo, aber immer noch hier
Ein Reifenquietschen - ein Knall - Sirenen - ein Krankenhausbett - ein Arzt - eine Schwester - ein Patient. Dieser befindet sich zwischen hier und jetzt - im Nirgendwo, aber immer noch hier. Tom Becker leidet am Locked in-Syndrom. Eine Thematik, die fesselt und den Zuschauer herausfordert. Welche Phasen durchläuft dieser Patient? Wie nehmen die Eltern die Situation wahr? Wie reagieren die Freunde, wie die Freundin des Patienten? Grundsätzlich stiftet der Unfall eins: das ist Verwirrung. Besonders deutlich wird diese Unsicherheit in der Rolle der Freunde, welche mitten aus dem oberflächlichen Alltagsgespräch die Nachricht über den Unfall erhalten. Auch die Rolle der Freundin und der Mutter lassen in ihren Statements erahnen, wie verändert die Welt von nun an ist. Die Erinnerungen des Patienten werden zum Höhepunkt der Aufführung.
Die Schülerinnen und Schüler des DSP Kurses des 11. Jahrgangs des Ratsgymnasiums Wolfsburg begeistern in ihrem selbst entwickelten Stück durch ihre bewusste Bühnenpräsenz, der gelungenen Raumaufteilung und die deutliche Körpersprache. Die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik ist spürbar und wird im Nachgespräch bestätigt. Die Erkenntnis in einen dramaturgischen Zusammenhang zu stellen beweist sehr viel Mut und Engagement. Eine gelungene Aufführung.
Von Michael Schneider

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