»Alice´s Asylum - gegen die Beschränktheit der modernen Gesellschaft als Appell an die verborgenen Fantasien«

Paranoide Soziopathie??
Der Psychiater ist sich nicht ganz sicher, welche Diagnose er der jungen Alice geben soll, die sich in seiner Sprechstunde befindet. Tatsächlich: Die Acting-AG der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule Braunschweig unter der Leitung von Christine von Samson-Mark und Isabelle Hand verwebt in ihrem Stück „Alice’s Asylum – gegen die Beschränktheit der modernen Gesellschaft als Appell an die verborgenen Fantasien“ geschickt Lewis Carroll mit Szenen aus einer Nervenheilanstalt. Die stimmlich starke Spieltruppe beeindruckt vor allem mit der Nutzung von Gesangs-Elementen, Nachahmung von russischen Akzenten und teilweise derber Jugendsprache. Auch bei der Ausarbeitung der illustren Tischgesellschaft um Alice wurde der Aufwand ersichtlich, den die SpielerInnen beispielsweise mit den aufwendigen Kostümen gehabt haben müssen, etwa bei der jamaikanischen Raupe oder dem Männerballett. Humor kam nicht zu kurz und die Gruppe verstand es gut, ihre Spiellust auf das Publikum zu übertragen. Warum Alice ein Struwwelpeter-Buch zum Lesen hatte, wurde jedoch nicht ganz klar. Doch auch wenn die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen nicht immer komplett reibungslos abliefen, bleibt besonders der Eindruck zurück, dass hier viel Zeit und Leben in eine Produktion gesteckt wurde, die zu Recht nicht nur gut unterhielt, sondern im vollem LOT-Theater einen besonders großen - und verdienten - Applaus aufkommen ließ.
Von Danny Ueberschär

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