»Das Dschungelbuch«

Probier‘s mal mit Gemütlichkeit
Die Kinder des Chors der Karl-Söhle-Grundschule Hankensbüttel sitzen betont cool in ihren Stühlen am linken Bühnenrand und warten auf den Beginn der Vorstellung. Neben ihnen: Antje Daum, die musikalische Leiterin der Inszenierung.
Als das Stück schließlich beginnt, wird der Saal in schummeriges Licht getaucht und drei zierliche Elefanten betreten die Bühne. Sie stellen sich, mit dem Blick zum Publikum gewandt, vorne an die Rampe und beginnen, von Cajons, Klangstäben, Trommel, Becken, einer Gitarre und kräftigen Stimmen begleitet, den Zuschauer in die Welt des Dschungels zu entführen und ihm dessen Bewohner vorzustellen.
Jeder eben dieser Bewohner trägt ein einzigartiges Kostüm und hat eine ebenso einzigartige Methode, seiner Rolle Leben einzuhauchen. So kann man neben einem ausgelassenen und lustigen King Louie, auch einen sehr gemütlichen Balu, einen gefährlichen Share und eine hinterlistig zischende Kaa bewundern. Mogli und Panther Bagheera sind, vermutlich auf Grund von verhältnismäßig großer Textfülle, sogar in doppelter Ausführung zu sehen. Beide Spieler-Paare ergänzen sich tadellos. Jeder bringt seinen eigenen Touch ein und knüpft doch fast nahtlos an die Darstellungsweise des Vorgängers an.
Die gesamte Arbeit wird durch diverse Lichtstimmungen und ein Bühnenbild, das durch Vielseitigkeit, Marke Eigenbau und kindliche Kreativität glänzt, wunderbar ergänzt.
Lediglich die Eigeninitiative der Darsteller in Punkto „einfach mal ausprobieren“ scheint im Probenprozess etwas zu kurz gekommen zu sein, was jedoch durchaus verständlich ist, wenn man beachtet, dass das Team nur eine Stunde Probenzeit pro Woche hatte.
Außerdem, und das ist am aller wichtigsten, kommt der Spaß weder beim Publikum, noch bei den Schauspielern zu kurz. Diesen Eindruck vermittelt auch Spielleiterin Annegret Lange, die nach dem Schlusssong: „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“ – einem würdigen Finale – mit einem zufriedenen Lächeln die Bühne betritt und sich gemeinsam mit ihren Schützlingen verbeugt.
Wer also gern noch einmal die ein oder andere Liedzeile auffrischen möchte, ein Freund von Nostalgie ist, oder einfach Lust hat, das Dschungelbuch mal ganz anders zu sehen, der ist in dieser Produktion genau richtig.
Von Jannick Stühff

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