»Rotasia – eine Geschichte aus dem Morgenland«

Wenn aus Fremden Freunde werden…
…dann gibt es nicht nur etwas zu feiern.
In diesem Jahr entführte die Theatergruppe der GS Adenbüttel, bestehend aus 40 Kindern der Klassenstufen 2-4, unter der Leitung von Kathinka Isbruch-Thiel und Thomas Gottschlich die zumeist jungen Zuschauerinnen und Zuschauer im Kleinen Haus in das morgenländlich angehauchte Fantasieland Rotasia.
In Rotasia ist, wie der Name es schon andeutet, alles rot: die Gebäude und sogar die Menschen in Rotasia, vom König bis zur Dienerschaft, sind alle eintönig rot gekleidet. Und merkwürdig strenge Sitten haben sie dort. So ist es zum Beispiel verpönt, Bücher zu lesen, besonders die, die über die übrige Welt Auskunft geben, denn jeder in Rotasia weiß, dass es kein anderes Land auf der Welt gibt. Die Rotasier sind sich selbst genug und schätzen ihre „Eintönigkeit“.
Doch Prinz Shadi, überzeugend dargestellt durch zwei Schülerinnen im ständigen Wechsel der Rolle, will sich damit nicht zufrieden geben, liest das Buch „Über die Länder der Welt“ und träumt fortan davon, diese kennen zu lernen. Interessanterweise erhält er Hilfe und Ratschlag von seinem Vater und begibt sich mit seinen Gefährten auf die Reise, die Welt zu entdecken, Gefahren zu begegnen und Fremde zu Freunden zu machen.
Besonders stark zeigen sich die jungen Darstellerinnen und Darsteller aus Adenbüttel in den Chorpassagen zu exotisch angedeuteten Klängen mit stimmig unterstützenden Gesten und Bewegungen, so z.B. bei dem Lied „Wo soll das sein?“, wenn das ungläubige rotasische Volk auf den Prinzen einsingt. In den Sprechszenen wird meist laut und deutlich artikuliert. Sogar weitere darstellerische Mittel wie das Freeze werden angewendet, so z.B. wenn die Reisenden auf eine äußerst gefährlich zischende Schlange treffen und paralysiert stehen bleiben. Von diesen Mitteln hätten gerne noch mehr genutzt werden können, um die Spannung in der Fremde zu steigern und die szenische Handlung abwechslungsreicher zu gestalten.
Letztendlich übersteht der mutige Prinz alle Unwägbarkeiten und erkennt, dass die Welt viel größer und schöner ist als angenommen und eine bunte Vielfalt birgt, die das eigene Leben reicher und das Miteinander harmonischer macht - eine durchaus aktuelle Botschaft.
Wenn aus Fremden Freunde werden, dann sieht die Welt wahrhaft bunter aus.
Von Matthias Geginat

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