»Andere Länder, andere Sitten«

Alle Polen klauen
Ein Mädchen spricht ins Mikrofon: „Das ist Tabea, sie läuft durch den Schnee.“
Daraufhin läuft eine Darstellerin fast komplett in schwarz gekleidet über die Bühne. Sie hebt ein bisschen höher als sonst ihre Füße vom Boden ab, wo besonders schön ihre pinken Socken zur Geltung kommen.

Der Sprechtext ins Mikrofon geht weiter: „Tabeas Freundin kommt.“
Zu der Darstellerin gesellt sich ein weiteres Mädchen.

Es sagt zu Tabea: „Deine Mutter ist gestorben. Sie ist ertrunken.“
Tabea senkt ihren Kopf und legt ihre Hände aufs Gesicht.

Ein Junge im Publikum fragt laut seinen Sitznachbarn: Ist sie im Schnee ertrunken?
Ob Tabeas Mutter wirklich im Schnee ertrunken ist, erfahren wir in dieser Inszenierung nicht.
Und auch sonst hängt ein großes Fragezeichen im Raum.
Was passiert hier eigentlich?

Es werden Postkarten, die an drei quer über die Bühne gespannten Wäscheleinen hängen, abgenommen und an einer anderen Stelle wieder aufgehängt. Zwischendurch fallen Sätze wie „Alle Polen klauen“, oder „Asiaten trinken nur Tee“. Zusätzlich werden kleine Szenen aus Lebensausschnitten von fremden Menschen nachgespielt.

Für das Verständnis wäre es hilfreich gewesen, auf irgendeine Art deutlich zu machen, dass es sich bei den dargestellten Szenen um das Vorstellen einzelner Länder handelt.
Es ist knifflig von alleine darauf zu kommen, dass eine Szene zum Beispiel in China spielen soll, nur mit den wenigen Informationen, dass eine Schülerin zutiefst betrübt ist, weil sie einen Notendurchschnitt von 1,9 in ihrem Zeugnis hat. Die Erklärung im Nachgespräch: In China sind Noten sehr wichtig.
Von Hanna Lindner

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