»FIGHT«

Bildmächtige Choreografien
„Laut, kraftvoll, bildstark, schweißtreibend“ heißt es in der Kurzbeschreibung des Tanztheaterstückes und genau dies trifft auf die starke Vorstellung der Schülerinnen und Schüler zu. Bereits der Beginn des Stückes ist eindrucksvoll, da das Timing passt und die Regeln des Fightclubs lautstark und synchron kommuniziert werden. Man spürt sofort, dass sich alle Beteiligten ganz und gar auf das Experiment Tanztheater eingelassen haben. Die harte Musik steht den zunächst eintönig wirkenden Bewegungen der Schülerinnen und Schüler gegenüber und bildet so einen ersten gelungenen Kontrast, der von der Exaktheit der ausgeführten Bewegungen lebt. Die erste Einzelleistung kann begeistern, da eine Schülerin in der Mitte ihre Gedanken ausdrucksstark kommuniziert (sprechend) und dabei zunächst völlig regungslos bleibt. Um sie herum bewegen sich mehrere Spieler wie Marionetten und bilden somit einen gelungenen Kontrast. Was an dieser Stelle bereits deutlich wird und sich durch den Rest des Stückes zieht, ist die Spannung, die alle Schülerinnen und Schüler halten, obwohl sie nicht unmittelbar Teil der jeweiligen Szene sind. Nichts wirkt beliebig, alle fügen sich in ihre Rolle und können auch als Zuschauer der Geschehnisse innerhalb des Fightclubs überzeugen. Umbauten auf der Bühne erfolgen unaufgeregt und wirken fließend. Die Schülerinnen und Schüler schaffen es, die Motive des Films aufzugreifen und ihre Gedanken tänzerisch mit Hilfe verschiedenster Bewegungen und Choreografien bildmächtig umzusetzen. Sie erzählen tanzend und sprechend die Geschichte eines schizophrenen Menschen. Die beiden Szenen, in denen auf der Bühne aus dem Roman gelesen wird, wirken im Gegensatz zum Rest der Inszenierung eher schwach, da die Schüler hier nicht an das Kraftvolle ihrer tänzerischen Umsetzung herankommen. Die eingespielten Videosequenzen sind hier um ein Vielfaches überzeugender. Die Übergänge zwischen einzelnen Szenen wirken fließend und immer wieder können die Schülerinnen und Schüler mit der Synchronität ihrer Bewegungen überzeugen. Aber auch die Einzelleistungen in freieren Teilen sind positiv hervorzuheben, da sich alle vollkommen dem Soundtrack der Verfilmung hingeben und sich davon leiten lassen. Die Schülerinnen und Schüler achten während des gesamten Stückes auf eine ausgewogene und dynamische Nutzung des Raumes und enden wie sie begonnen haben. Mit makellosem Timing.
Von Anja Roth

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