»Eröffnung« und »Der Adler auf dem Hühnerhof«

Gib deinem Herzen Flügel
Zwei winzige Stühle und ein kleines Tischchen. Die Größe der Möbelstücke lässt erraten, dass diesmal kleine Darsteller auf der Bühne im Kleinen Haus des Staatstheaters stehen. Die Klasse 3a der Grundschule Gliesmarode eröffnet mit der Inszenierung „Der Adler auf dem Hühnerhof“ die 48.Schultheaterwoche in Braunschweig.
Und den Hühnern auf dem Hühnerhof geht es ganz „huhnderbar“, wie sie immer wieder betonen.
Sie gackern und picken und singen alle zusammen: “ Ein Huhn sein ist fein, nichts kann schöner sein.“ Die lustigen Mützen mit Hühnerkämmen wippen im Takt dazu. Die roten, gelben und orangen Hosen und T-Shirts lassen die Klasse 3a noch stärker aussehen, wie ein bunter, quirliger Hühnerhaufen. Zwei Stellwände mit einem gemalten Bauernhaus und einem Hühnerstall darauf sowie eine Schubkarre und eine Leiter in einer Ecke lassen die Bühne trotz einfacher Mittel wie einen Bauernhof wirken.
Plötzlich taucht der Bauer auf. Er ist natürlich kein studierter Agrarökonom mit Master in Agricultral Science and Resource Management, sondern ein ca. 8 Jahre alter Junge in Latzhose, Karohemd und schiefer Mütze auf dem Kopf. Er überreicht den Hühnern ein großes Ei, welches er gefunden hat. Es ist so groß, dass es viel besser in Jurassic Park passen würde, als auf einen Hühnerhof.
Zuversichtlich nehmen es die Hühner an und brüten es gemeinschaftlich aus. Ein Schild, das mit zwei Beinen über die Bühne läuft, verkündet verheißungsvoll: 14 Tage später
Alle Hühner stehen im Kreis und blicken erschrocken auf das ausgebrütete Etwas.
Es ist braun, hat eine riesige Schnabelmaske auf und sieht auch sonst ganz anders aus, als sie selbst.
Sie singen, „Was kann das bloß sein, es muss ein Adlerküken sein.“ Mit dem Bauern beschließen sie: Der Adler darf bleiben, aber er muss leben wie ein Huhn.
Und das funktioniert ganz „huhnderbar“. Der kleine Adler in Federkostüm pickt mit seinem Riesenschnabel Körner vom Boden auf und manchmal entfährt ihm sogar ein klägliches Gackern. Doch dann taucht eine kleine Forscherin mit Outdoor-Sandalen und umgehängtem Brustbeutel auf. Sie möchte ihm seine wahre Bestimmung zeigen und ihm das Fliegen beibringen: Sie nimmt den Adler mit auf den höchsten Berg der Umgebung - eine große Felsattrappe wird auf die Bühne geschoben und der kleine Adler springt davon herunter und fliegt. Er hebt selbstverständlich nicht vom Boden ab, doch er flitzt mit ausgebreiteten Federarmen durch die Publikumsreihen und kehrt nie wieder zum Bauernhof zurück.

Doch das alles ist eigentlich nur eine Geschichte. Die Stellwände werden umgedreht, die winzigen Stühle und das Tischchen hereingebracht und schon steht wieder das Anfangsbild. Wir befinden uns im Wohnzimmer einer Familie. Ein Junge ist gerade sehr traurig. Er möchte ein großer Fußballer werde, doch das Training lief schon wieder nicht gut. Die Mutter erzählte ihm deswegen die Geschichte vom Adler, die mit dem Lied endet: Höre auf das, was dein Herz zu dir spricht. Breite die Flügel aus und fliege der Sonne entgegen.
Mit großer Spielfreude, viel Körpereinsatz bei lustigen Tanzeinlagen und beeindruckenden chorischen Liedern gibt uns eine dritte Klasse Mut, das in uns zu finden, was wir können und das Beste daraus zu machen! Hochachtung und ein lautes Bravo!
Von Hanna Lindner

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