»Star Wurst – unser Senf zur Trilogie«

Party auf Pappplanet Alderaan
Die neunte Klasse des Gymnasiums am Fredenberg befindet sich auf einer Mission in einer weit weit entfernten Galaxis. Grund dafür: Die dunkle Macht bedroht die gute Laune.
Die Schüler*innen der neunten Klasse mit Kunstprofil haben sich an einer poppig-trashigen Persiflage auf die Star Wars Trilogie versucht.
Zwei Mädchen mit Laserschwert eröffnen die Inszenierung und schließen sich einer Gruppe von Sturmtrupplern an, die an diesem Abend den Chor bilden werden. Während die Armee marschiert, betritt Darth Vader die Bühne und lässt das Pop-Spektakel beginnen. Die Gewehre werden zu Gitarren und das Marschieren verwandelt sich zu einem Tanz, der die Bühne erschüttern lässt. AC/DC dröhnt durch die Lautsprecher; Vader, das ultimative Böse, hier der von seinen Mitarbeitern gefeierte Star unter’m Rockhimmel. Schnell lernen wir weitere Hauptcharaktere kennen, die nacheinander aus dem Chor ausbrechen. Luke Skywalker, ein Schüler mit weißem T-Shirt tritt auf und überzeugt uns selbstbewusst davon, dass er es mit den Bösen aufnehmen wird. Prinzessin Leia, mit typischer Flechtfrisur, erscheint in einem von den Sturmtrupplern dargestellten Hologramm und bittet um Hilfe. Sie sei gefangen genommen worden und warnt nun davor, dass Darth Vader mit seinem Todesstern das Universum in Schutt und Asche legen will; „Obi Wan, hilf uns!“ Tatsächlich betritt ein Junge mit weiß gefärbten Haaren und Bademantel die Bühne. Ben vertraut Luke Skywalker nun mit der Mission, den Todesstern zu zerstören, Leia zu befreien und das Gleichgewicht des Universums wieder herzustellen. Die beiden beginnen das Jedi-Training, wobei der Chor die Armbewegungen und den Flug des Trainingsballs verstärkt und nachahmt. Als nächstes wird uns Han Solo, passend mit Sonnenbrille und Lederjacke vorgestellt. Der Chor reagiert mit einem lauten, verliebten Seufzen. Nach dem Training, dass in eine „rockyeske“ Box-Show mündet – natürlich zu „Eye of the Tiger“ –, machen sich die drei auf den Weg zum Todesstern. Die Sturmtruppler lassen mit ihren Körpern verschiedene Räume entstehen, durch die sich das Dreiergespann tapfer schlägt. Die Prinzessin wird befreit und verliebt sich nun endgültig unsterblich in Han Solo. Die beiden spielen uns eine Romanze vor, die keinen Wunsch offen lässt; „Frozen“- Soundtrack und Dirty Dancing -Hebefiguren lassen eine Atmosphäre entstehen, die einer guten Persiflage gerecht wird. Der Imperator, ein Junge mit Umhang und geschminktem Gesicht, tritt auf und tötet die Sturmtruppler mit einem Schnipser und einem trockenen Kommentar. Vader friert Han Solo auf der Stelle ein. Der Film-Soundtrack bekommt nun eine völlig neue Bedeutung. Das dramaturgische Muster – Film-Musik, Chor-Aktion, flacher Witz und Papprequisiten – wiederholt sich in den darauf folgenden Szenen. Schnell wird noch Meister Yoda, ein Spieler mit lustigen Pappohren aufgesucht, bevor es zum Kampf zwischen Vater und Sohn kommt. Natürlich dürfen Laserschwerter nicht fehlen; „Meins hat soundso viel gekostet und ist von MäcGeiz“, „Meins ist von Toys’R’Us.“ Die Zuschauer lachen und geben den sechsten Zwischenapplaus. Auf Schwertkampf folgt Dance-Battle zwischen Vater und Sohn.
Zum Ende hin verfängt sich das Spiel in einer recht unübersichtlich, überspitzten Feier. Die „heiße Party“ wird laut Spieler*innen geschmissen, „um Han Solo aufzutauen“. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass alle hier nochmal zeigen dürfen, was sie können. Von Flick-Flak über Moonwalk, bis hin zu Breakdance, ist alles dabei. Darth Vader lebt und tanzt mit Han Solo und Prinzessin Lea durch einen Papp-Regenbogen. Alle haben sich lieb. Die Partystimmung hat sich deutlich auf die Zuschauer übertragen, die jetzt fleißig im Takt klatschen. Obwohl der Inhalt an zweiter Stelle stand, hatte die Inszenierung eine durch Witze und die starke Gruppendynamik getragene Energie, die die Spieler*innen aus Salzgitter bis zum Ende der Inszenierung professionell halten konnten.
Übernommen von: http://www.juthon.de/2017/06/08/party-auf-pappplanet-alderaan/
Von Antonie Huff

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