»Livingstone«

„SOS – Livingstone wird vermisst…
…keiner weiß mehr, wo er ist.“
Im Kleinen Haus begab sich die Theatergruppe der Grundschule am Ostertal auf die Suche nach dem großen schottischen Urwaldforscher und Tropenarzt, der 1866 auf seiner Suche nach der Quelle des Nils lange Zeit vermisst geblieben ist.
Trommeln, bunte Gewänder und sogar zwei Leoparden deuten es an: die Spur führt nach Afrika.
Der amerikanische Journalist Henry Morton Stanley leitet die Expedition, den Verschollenen zu suchen. Dabei zeigt er sich gegenüber seinen afrikanischen Dschungelführern und Trägern offensichtlich als wahrer Menschenschinder mit typisch kolonialherrischem Gehabe.
Hier treffen deutlich zwei Kulturen aufeinander: das egozentrische, ziel- und erfolgsorientierte Denken des Weißen und die menschliche, Rücksicht nehmende sowie naturverbundene Art des Afrikaners.
Die dauernde Unterdrückung missfällt mit fortschreitender Suche nicht nur den einheimischen Helfern, nahezu der gesamte Kontinent mit Mensch und Tier lehnt sich gegen den „Weißen“ auf und fordert sängerisch zu recht Respekt und Gerechtigkeit. Dies führt sogar dazu, dass Stanley von zwei Leoparden angegriffen und verletzt wird. Und wer hilft ihm in dieser lebensbedrohlichen Lage? Seine afrikanische Mannschaft, die er zuvor so schlecht behandelt und die ihm bereits ihre weitere Gefolgschaft verweigert hatte. Immerhin hat Stanley aus dem Vorfall gelernt und er gelobt, fortan auch alle Einheimischen und die Natur mit Respekt zu behandeln.
1871 findet die Expedition endlich David Livingstone, schwer erkrankt, aber am Leben, und Stanley sagt den berühmt gewordenen Satz: „Mister Livingstone, nehme ich an.“
Schließlich titeln die heimischen Zeitungen: „Extrablatt! Livingstone ist am Leben!“
Die Grundschüler erzählen, spielen, tanzen und singen sehr eindrücklich diese spannende Geschichte mit liebevoll gestalteten Kostümen und selbstgebastelten Trommeln. Diese hätten anstatt der Musik vom Band ruhig mehr zum Einsatz kommen können, auch gäbe es sicher noch weitere Möglichkeiten, um etwas mehr afrikanische Urwaldatmosphäre auf die Bühne zu zaubern.
Die Botschaft vom gegenseitigen Respekt, egal welcher Hautfarbe oder Kultur man angehört, kam in jedem Fall an.
Von Matthias Geginat

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