»Das fliegende Klassenzimmer«

Wo steht gleich noch mal der Eiffelturm?
…diese Frage stellt eingangs die Lehrerin ihren Schülerinnen und Schülern in der sehr freien „Das fliegende Klassenzimmer“-Inszenierung der Theater-AG 2.-4.Jahrgang der Grundschule Destedt. Die Kinder finden keine Antwort und so muss ihnen ihre Lehrerin die Frage beantworten: "In Paris!“ - „Ach so, bei Disneyland. Hätten sie das mal gleich gesagt“, ist die prompte Antwort eines Schülers. So was könne man doch nur wissen, wenn man mal dort gewesen ist und nicht, wenn man es aus Büchern erfährt.
Und so beschließt die kleine Schülergruppe mit ihrer Lehrerin das Flugzeug zu besteigen und reale Orte live zu erkunden: Paris, London, die Pyramiden in Ägypten und der Wilde Westen in Amerika sind Stationen ihrer Reise. An allen Orten erlebt die Klasse kleine und größere Abenteuer. Der erste Flirt mit Tänzerinnen des Moulin Rouges, das Beschwören einer giftigen Schlange in Ägypten, die gemeinsame Aufklärung eines Diebstahls mit Sherlock Holmes in London und den Zwist mit einem Indianerhäuptling im Wilden Westen. Zurück in der Realität - war alles etwa nur ein Traum? - hilft die Klasse dem Schuldirektor der Grundschule Destedt, mit dem Flugzeug die Zeugnisse zu verteilen. Und dann darf endgültig gemeinsam gefeiert werden. Zur Melodie von „Life is life“ besingen alle Schülerinnen und Schüler glücklich die nahenden Ferien.
Allen durchaus spielfreudigen Spielerinnen und Spielern der AG sind dabei feste Rollen zugewiesen, alle sind durchgängig auf der Bühne und erschaffen dadurch ein buntes, vielfältiges Raum-Bild, das durch die aufwändig gebaute Bühnendekoration (z.B. ein kreativ stilisiertes Flugzeug) noch gefördert wird. All das verstärkt die fröhlich-leichte und somit kindgerechte Atmosphäre der Inszenierung. Die häufig eingesetzten und kräftig gesungenen Lieder schaffen einen Rahmen und sind szenenverbindendes Element, werden aber teilweise etwas zu häufig wiederholt. Dies hätte dramaturgisch etwas abwechslungsreicher gestaltet werden können.
Als Zuschauer freut man sich am Ende aber vor allem über zwei Dinge: 1. stolze und fröhliche Grundschüler in einer liebevoll erarbeiteten, temporeichen und musikalischen Inszenierung gesehen zu haben und 2. endlich zu wissen, dass der Eiffelturm in Paris steht.
Von Christian Krüger

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