»Shrek die Suche nach dem Glück«

Es reicht ein Oger zu sein in dieser Welt
2001 kam der erste Shrek-Film heraus, in dem die Saga um den tapferen Oger Shrek ihren Anfang fand. Es folgten weitere Filme, Videospiele und viel Merchandise. Dass Shrek aber so lange überleben würde, hätte damals vermutlich noch niemand gedacht. Doch 17 Jahre später tragen die Kinder und Erwachsenen der Musical AG der Grundschule Destedt nun, mit einem selbstverfassten Theaterstück, ihren Teil zur Shreksaga bei, die lange vor ihrer Geburt ihren Anfang fand.
Das Stück ist von Kindern für Kinder. Wer hier ein vielschichtiges Meisterwerk erwartet ist fehl am Platz. Das immer gleich bleibende Bühnenbild besteht aus einer liebevoll gebastelten, kindshohen und drachenschwanzlangen Papp-2-D Burg mit Mittelturm im Zentrum der Bühne, jeweils zwei spanischen Wänden links und rechts abgesondert von der Burg, einen Raum formend, rechts am Rand ein Papp-Busch und ein Schaukelstuhl, links am Rand ein Papp-Felsen mit angrenzendem Wegweiser, alles sehr kindlich bemalt.
Alle Figuren sitzen auf der Bühne verteilt an ihrem Platz. Man erkennt zwar schon jetzt die Märchenfiguren, aber das ist nicht so schlimm, denn wie sie zusammen passen, scheint doch erstmal noch unklar.
Es fängt an: ein ca. 8jähriges Mädchen als Oma verkleidet betritt die Bühne, setzt sich in den Schaukelstuhl und beginnt die Geschichte zu erzählen. Sie leitet einen mehr oder weniger durch das Stück, denn viel gesprochen wird nicht, immerhin ist das die Musical AG und da wird natürlich gesungen. Und das nicht zu knapp. Die Lieder dienen meistens zur Einführung eines neuen Charakters, und während das Hexenlied etwas zu schnell und sehr hektisch wirkt, gibt es auch wahre Ohrwürmer, zum Beispiel das Prinzen-Lied "Du musst ein Schwein sein" beim Auftritt der Schweine, dazu wird natürlich auch getanzt. Was unerwartet kommt: Kein einziges Mikrofon wird während der Aufführung benutzt und das ist verwunderlich, denn das Theater ist bestimmt nicht das größte, aber einige Hundert werden hier Platz finden und trotzdem füllen die meisten Stimmen den Raum sehr gut aus und sind überall zu verstehen. Chapeau!
Die Geschichte ist, wie bereits erwähnt, leicht zu erzählen. Shrek und Esel finden heraus, dass Shrek Vater, Mutter und Schwester besitzt, aber leider kann er sich nicht mehr an sie erinnern. Der einzige Hinweis: Ein Bild.
Nun ziehen beide los und versuchen die Familie wieder zu vereinen, dabei treffen sie auf unterschiedliche Märchenfiguren, die ihnen dabei helfen. Das ruft die böse, behutete und zweifarbenstrümpfigtragende Hexe auf den Plan. Sie kommt mit ihren vier Zwergenschergen auf die Bühne, ihr Lied startet und während niemand so wirklich versteht was eigentlich gesungen wird, huscht die Hexe von links nach rechts unermüdlich über die Bühne und möchte alle von ihrer Bosheit überzeugen. Das Lied ist vorüber und endlich packt die Hexe ihren Plan aus: Shrek muss aufgehalten werden, denn sollte die Oger-Familie wieder vereint werden, schwinden ihre Kräfte. Warum das so ist weiß niemand genau, aber so ist das eben mit Magie, sie ist schwer durchschaubar.
Zusammen mit den Zwergen versucht die Hexe nun Shreks Plan zu durchkreuzen.
Ob es gelingt? Das möchte ich hier nicht verraten, denn das Stück bietet durchaus die ein oder andere Wendung und Überraschung, aber vor allem unterhält das Stück durch seine witzige Art und gute Musik und, obwohl oder gerade weil es Kinder sind, hat diese Aufführung einen besonderen Charme.
Von Aaron Fiess

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