»Die kleinen Leute von Swabedo«

Kleine Leute ganz groß
Die 33 Dritt- und Viertklässler der Grundschule am Ostertal zeigten ihre eigene Interpretation von „Die kleinen Leute von Swabedo“. Wer kennt sie nicht, die rührende Erzählung über die glücklichen Swabedoer, deren wertvollster Besitz eine Tasche voll kleiner Pelzchen ist. Diese verschenken sie mit Freude an jeden, dem sie begegnen. Angefangen hat das Stück erst einmal mit einer Szene, wie sie heutzutage auf jedem Schulhof zu sehen sein könnte. Ein Kind hängt an seinen Dingen und will nichts davon hergeben, obwohl es mehr davon hat als alle anderen. Kein Bitten und Flehen lässt ihn erweichen. Später so ganz allein begegnet ihm ein guter Gedanke in Form einer silber schimmernden Person. Diese erzählt ihm die Geschichte der kleinen Leute und wie sie ihre Fröhlichkeit verloren haben, als ein Kobold sie dazu überredet hat, lieber alles für sich selber zu behalten. Doch ein Kind bringt das Glück wieder zurück. Es verschenkt all seine Fellchen und der Bann des Kobolds wird damit gebrochen und alle sind so fröhlich, wie zuvor. Der Junge kommt nach der Erzählung ins Grübeln und beschließt doch auch mal großzügig die eigenen Dinge herzugeben und gewinnt damit neue Freude - und Freunde.
Die Kinder haben ihr Stück eindrucksvoll aufgeführt. Die Spielszenen wurden von einem liebevoll selbst gestalteten Bühnenbild und dem Musik- und Geräuschchor eingerahmt: die Lieder haben das Stück noch lebendiger gemacht. Die Kinder im Chor haben die Musikstücke rhythmisch begleitet und die Charaktere der Figuren mit Geräuschen unterstützt. So haben beim Auftritt des „Guten Gedankens“ die Triangeln geheimnisvoll geklungen und beim Kobold schepperten die Becken bedrohlich. Die Spielszenen wurden gut verstehbar vorgetragen, inhaltllch wie sprachlich. Die Kostüme unterstützten das Spiel der Kinder. Besonders waren die Szenen, in denen sich alle gegenseitig die Pelzchen geschenkt haben und die Abschlussszene, als alle zusammen den Swabedoer-Blues mitgesungen und mitgetanzt haben.
Um dieses Stück auf die Beine zu stellen haben die Spielleiterin Margit Meinert und die musikalische Leiterin Ulrike Timpe ganz viele ihrer Fellchen verschenkt und damit vielen Kindern eine Möglichkeit gegeben, uns dem Publikum etwas von ihrer Spielfreude mitzugeben.
Aus der Spielgruppenbetreuung wissen wir, dass die Spielleiterinnen im letzten Schuljahr eine großartige Arbeit geleistet haben, indem sie der Gruppe, die hauptsächlich aus Flüchtlings- und Integrationskindern und Kindern mit Migrationshintergrund besteht, das mitgegeben hat, was sie brauchen. Vielen Kindern wurde mit kleinen Texten und Spielen geholfen die deutsche Sprache zu bewältigen: Sprache in Kombination mit Bewegung hat die Kommunikation verbessert. Mit viel Kraft und Engagement wurden die vielen unterschiedlichen Kinder zu einer harmonierenden Theatergruppe zusammengebracht,
Wir hoffen sehr, dass diese Arbeit weitergeführt werden kann, um die Kleinen wieder ganz groß rauskommen zu lassen.
Von Anja Flohé

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