»Liebe ist …«

„Liebe ist ...“ – Ein Stück fürs Herz
Die Zuschauer im Kleinen Haus durften heute Abend etwas fürs Herz, etwas zum schmunzeln und lachen, etwas, das wir alle kennen erleben und sich selbst noch einmal fragen: Liebe – Was ist das eigentlich? Was gefällt mir eigentlich an dem anderen? Was gefällt mir nicht? Und was macht eine gute Beziehung eigentlich aus?

Bereits beim Betreten des Saals wurde man von der romantischen Atmosphäre des Darstellenden Spiel Kurses des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums in Empfang genommen. Acht Glühbirnen hängen von der Decke und tauchen die Bühne in eine warme, schummrige fast schon intime Stimmung. Die 21 Schülerinnen und Schüler stehen bereits Rücken an Rücken oder einander gegenüber in schwarzer Kleidung und farbigen Socken auf der Bühne. Rote Rosen in Vasen stehen als Symbol der Liebe an der Bühnenkante.

Es beginnt klassische Musik und die Spielerinnen und Spieler bewegen sich ausdrucksstark in unterschiedlichen Duetten. Sie stoßen sich ab, wiegen sich gemeinsam, ertasten sich vorsichtig – zeigen unterschiedliche Arten der Annäherung. Dies ist nur eine der starken und kraftvollen Tanzchoreografien mit denen der Kurs heute Abend so sehr überzeugte, dass am Ende sogar nach einer Zugabe gefragt wurde. Es folgen immer wieder unterschiedliche tänzerische Darbietungen - das Finden des „Richtigen“ über die gleiche Art und Weise der Bewegung, eine Discochoreografie zum allseits bekannten „Yeah!“ von Usher oder ein Streit zwischen einem Paar bis hin zu einer gemeinsamen und synchronen Abschlusschoreografie. Die selbstgewählte Musik der Schülerinnen und Schüler hatte dabei genau das richtige Maß an Kitsch, um die Zuschauer zu berühren.

Ehevertrag und gutes Essen vs. weißes Pferd und Schokobrunnen – so sehen die Wunschvorstellungen der perfekten Hochzeit der Schülerinnen und Schüler aus. Vielleicht kann eine Dating App oder parship auf der Suche nach dem richtigen Partner helfen, vielleicht ist es dann aber doch einfach derjenige, der die gleiche Sockenfarbe trägt, die gleichen Interessen hat oder eben die letzte Rose des Bachelors bekommt.

Die Inszenierung wird durch immer wieder auftretende Interviews strukturiert, in denen wir die Stimmen der Eltern und Großeltern der Schülerinnen und Schüler hören, die beschreiben, wie sie einander kennen- und lieben gelernt haben und was sie am jeweils anderen schätzen - und die Zuschauer zum schmunzeln, seufzen und mitfühlen bringen. Am Ende hören wir die Gedanken der Schülerinnen und Schüler noch einmal selbst als Audio zum Thema Lieben und werden mit gleicher romantischer Atmosphäre verabschiedet.

21 Spielerinnen und Spieler zeigen ihre Sichtweise auf die Liebe, zeigen, wie schwer es sein kann, den oder die Richtige zu finden und nehmen den Zuschauer mit in ihre Achterbahn der Gefühle. Eine sehr gelungene, witzige, sympathische und liebevolle Inszenierung mit tollen individuellen Darbietungen. Es gab sogar zerrissene Hosen und passenderweise Rosen für alle Beteiligten!
Von Franziska Denecke

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