»Nagel mit Köpfen«

Maurer, Zimmermann, Schreiner, go!
Wir schauen uns selber beim Zuschauen zu. Husten, räuspern, Handyklingeln, rascheln mit einer Chipstüte, aufs Klo gehen, laute Stöckelschuhe. Das typisch nervige Publikum wird von den Schülerinnen und Schülern auf der Bühne widergespiegelt. Ein beeindruckender Start in die Inszenierung.
Wir befinden uns auf einer großen Baustelle. Das Bühnenbild besteht aus einer großen Leiter und einem „Achtung Baustelle“ Banner. Die beiden Bauarbeiterinnen mit Latzhose und Arbeiterhelm begrüßen und instruieren uns hinsichtlich der Regeln des Abends. Auf der Baustelle bitte den Helm, die Sicherheitsschuhe, die Schutzbrille tragen und bitte das Handy ausschalten. Dann kann es losgehen. Die einzelnen Szenen werden auf der Bühne von den Bauarbeiterinnen wortwörtlich gebaut. Bauplan und Hammer befinden sich auf der Bühne. Somit werden flüssige und schlüssige Übergänge geschaffen.
Was möchten wir als nächstes zeigen? Wieso lassen alle immer ihren ganzen Mist auf der Baustelle liegen und räumen nichts weg? Lass und die Szene umschmeißen und umbauen!
Das Lied „der Handtacker“ wird von der „Sängerin“ mit einem Handtacker in der Hand auf sehr amüsante Art performt. Dazu wird auf einer singenden Säge gespielt und einige Akkorde am Klavier geklimpert. Wahnsinn.
Werkzeuge befinden sich außerhalb ihres Werkzeugkastens und unterhalten sich. Sie lieben sich. Wir lernen Schleifpapier, Schraube, Hammer und Meißel kennen. Während sie miteinander reden, führen sie in regelmäßigen Abständen einen bestimmten „Tick“ durch. Das Schleifpapier z.B. streift sich den Körper, der Hammer beugt sich nach vorne, als würde er hämmern. Das Publikum weint vor Lachen. Die Werkzeuge hauen typische Werkzeug-Flachwitze aus dem Ärmel.
Der Running Gag ist der Nagel mit Kopf, welcher in seinem silbernen Ganzkörperkostüm in verschiedenen Szenen auftaucht und rumpöbelt und am Ende dem Meißel den Hammer ausspannt.
In der nächsten gebauten Szene sehen wir zwei Schülerinnen, wie sie gemeinsam zocken. Sie schauen ins Publikum auf den „Bildschirm.“ Den Bildschirm sehen wir hinter den beiden auf einer großen Projektion hinten auf der Bühne. Links auf der Bühne befindet sich ein Green Screen, davor ein Mädchen, das Felix von Fix-It Felix darstellen soll. Es bewegt sich vor der grünen Wand und taucht durch eine Live Kamera auf der Projektion des Bildschirms in verschiedenen Videospielen auf. Die beiden „Zockerinnen“ reden in typischer Fachbegriffs-Gamersprache. Es macht sehr Spaß die Szene zu verfolgen.
Im Nachgespräch erfahren wir von den Schülerinnen und Schülern des 13. Jahrgangs der IGS Peine, dass sie sich das Thema „Heimwerken“ selbst ausgedacht haben. Sie sind durch Zufall auf das Thema gestoßen, als einer der Schüler ein Geräusch wie das eines Werkzeuges imitiert hat. Daraus entstand das Thema und einzelne Szenen wurden in Gruppen eigenständig erarbeitet und weitergefeilt. Man merkt den Schülern an, dass es ihnen unglaublich viel Spaß gemacht hat, die Szenen zu spielen, sehr authentisch und echt. Die Lehrerin ist sehr herzlich und freut sich mit ihren Schülerinnen und Schülern und spricht Ihnen großes Lob aus. Eine sehr gelungene Collage.
Von Stella Wörner

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